Erklärfilm oder animiertes Erklärvideo erstellen lassen: In fünf Schritten vom Thema zum fertigen Film
· 5 Min. Lesezeit · eyeris Filmproduktion
Ein Erklärfilm macht in kurzer Zeit verständlich, wofür sonst ein langes Gespräch nötig wäre. Wie Sie ein Erklärvideo erstellen lassen, ohne sich im Detail zu verlieren: fünf Schritte von der Kernbotschaft bis zur Freigabe, die richtige Länge, was Sie beisteuern und wo der Film danach arbeitet.
Viele Erklärfilme scheitern nicht an der Grafik oder an der Kamera. Sie scheitern daran, dass zu viel hinein soll. Ein guter Erklärfilm beantwortet eine Frage, die Ihre Kunden, Bewerber oder Mitarbeiter wirklich haben — und zwar so, dass man die Antwort danach selbst weitererzählen kann. Dafür braucht es eine klare Reihenfolge. Bei eyeris steht die Marketing-Analyse vor allem anderen: Erst klären wir, wofür der Film da ist. Dann, wie er aussieht.
In fünf Schritten vom Thema zum fertigen Erklärfilm
1. Die Kernbotschaft: ein Satz, der trägt
Am Anfang steht nicht das Drehbuch, sondern ein Gespräch. Wer soll den Film sehen? Was weiß diese Person schon, was nicht? Und was soll sie nach dem Film tun — buchen, anfragen, eine Anleitung befolgen, einen Antrag richtig ausfüllen? Aus den Antworten entsteht ein einziger Satz: die Kernbotschaft. Alles, was diesem Satz nicht dient, kommt nicht in den Film.
Das fällt schwer, weil jedes Detail Ihres Angebots wichtig ist. Aber ein Erklärfilm ist kein Datenblatt. Er öffnet die Tür. Das Gespräch danach geht durch sie hindurch.
2. Das Drehbuch: erst der Text, dann das Bild
Ist die Kernbotschaft klar, schreiben wir das Drehbuch. Beim Erklärfilm beginnt es fast immer mit dem gesprochenen Text, denn der Text bestimmt Tempo und Länge. Bewährt hat sich ein einfacher Bogen: die Ausgangslage, die Lösung, wie sie funktioniert, und was der Zuschauer jetzt tun kann. Daneben steht, was im Bild passiert.
Aus dem Drehbuch wird ein Storyboard: eine Skizze für jede Einstellung. Sie sehen Ihren Film, bevor er produziert wird. Änderungen sind in dieser Phase leicht. Nach der Animation oder dem Drehtag werden sie aufwendig.
3. Der Stil: Realfilm, Animation oder beides
Jetzt fällt die Entscheidung über die Form. Ein animiertes Erklärvideo zeigt, was keine Kamera sehen kann: Software, Abläufe im Hintergrund, Vorhaben, die es noch nicht gibt. Ein gedrehter Erklärfilm passt, wenn der Ort oder die Menschen das Vertrauen tragen. Für Rostock Port haben wir zum Beispiel den Containertransport im laufenden Hafenbetrieb gedreht — der Weg eines Containers vom Schiff auf die Schiene. Beides lässt sich auch verbinden: gedrehte Bilder mit eingeblendeten Grafiken.
Welche Fragen bei dieser Wahl helfen, beschreiben wir ausführlich im Beitrag Erklärfilm: animiert oder gedreht?. Bei einer Animation gehört zum Stil außerdem die Bildwelt: Figuren oder reine Formen, die Farben Ihrer Marke, Schrift und Tempo. Ein Moodboard zeigt die Richtung, ein erstes Stilbild macht sie verbindlich.
4. Sprecher, Musik und Ton
Beim Erklärfilm trägt die Stimme oft mehr als das Bild. Sie entscheidet, ob der Film sachlich, freundlich oder locker wirkt. Wir schlagen passende Sprecherinnen oder Sprecher vor, Sie hören Proben und wählen aus. Aufgenommen wird erst, wenn der Text freigegeben ist — jede spätere Textänderung bedeutet eine neue Aufnahme.
Dazu kommen Musik und Geräusche. Sie geben den Rhythmus, ohne die Stimme zu übertönen. Musik und Sprecher werden passend zu Ihrem geplanten Einsatz lizenziert. Soll der Film in mehreren Sprachen erscheinen, planen wir die Fassungen von Anfang an mit. Bei Animation ist das besonders einfach, weil sich Texte im Bild austauschen lassen.
5. Produktion, Korrektur und Freigabe
Erst jetzt wird animiert oder gedreht. Bei der Animation entstehen die Szenen auf Grundlage von Storyboard und Sprachaufnahme. Beim Realfilm folgt der Drehtag einem festen Plan, und wer vor der Kamera steht, wird geführt. Niemand muss schauspielern.
Sie bekommen eine erste Fassung zum Ansehen, geben gesammelt Rückmeldung, und wir setzen sie um. Am Ende stehen die Freigabe und die Fassungen für Ihre Kanäle: Querformat für die Website, kürzere Schnitte, Hochformat, Untertitel. Wie jeder Schritt bei uns im Einzelnen abläuft, lesen Sie unter So entsteht Ihr Film: der Ablauf bei eyeris.
Wie lang ein animiertes Erklärvideo sein sollte
So kurz wie möglich, so lang wie nötig. Das klingt nach Ausweichen, ist aber die ehrliche Antwort. Für die meisten Themen reichen 60 bis 90 Sekunden. Länger als zwei Minuten sollte ein Erklärfilm für Website und Vertrieb nur sein, wenn das Publikum ihn bewusst ansieht, etwa in einer Schulung.
Ein Beispiel: Für die Rostocker Straßenbahn AG haben wir das Angebot RSAG-FLEX animiert erklärt — in welchen Stadtteilen es gilt und wie die Buchung in der App funktioniert. Nach einer Minute weiß man, wie es geht.
Wird ein Film zu lang, liegt das fast nie an der Animation, sondern am Text. Dann hilft die Rückkehr zu Schritt eins: Was ist die eine Botschaft? Für Schulungen ist es oft besser, mehrere kurze Filme zu produzieren statt eines langen. Jeder Film behandelt dann ein Thema und lässt sich gezielt wieder aufrufen.
Was Sie liefern, wenn Sie ein Erklärvideo erstellen lassen
Den größten Teil der Arbeit übernehmen wir. Ein paar Dinge kann aber nur Ihr Haus beisteuern:
- Eine Ansprechperson, die entscheiden darf und für Rückfragen erreichbar ist.
- Das Fachwissen: Unterlagen, Präsentationen, Produktbeschreibungen, die häufigsten Fragen Ihrer Kunden — gern auch roh und ungeordnet.
- Ihre Zielgruppe: wer den Film sieht und was diese Menschen heute schon wissen.
- Ihr Erscheinungsbild: Logo, Farben, Schrift und, falls vorhanden, Ihre Gestaltungsrichtlinien.
- Beim Realfilm: Drehorte, Menschen, die vor die Kamera gehen, und deren schriftliche Einwilligung. Die Vorlagen dafür bringen wir mit.
- Zeit für Freigaben: Kernbotschaft, Drehbuch, Sprecher, erste Fassung. Gebündelte Rückmeldungen aus einer Hand sparen die meisten Korrekturschleifen.
Wer intern früh klärt, wer mitredet, gewinnt am meisten. Ein Film, bei dem zum Schluss noch eine weitere Abteilung mitentscheiden will, wird selten besser.
Wo der Erklärfilm eingesetzt wird: Website, Vertrieb, Schulung
Wo der Film laufen soll, gehört schon in Schritt eins. Der Einsatzort entscheidet über Länge, Format und Fassungen.
- Website: Auf der Startseite oder der Angebotsseite beantwortet der Film die Frage, die sonst am Telefon gestellt wird. Er gehört dorthin, wo die Entscheidung fällt, nicht versteckt in eine Mediathek. Wie Bewegtbild auf der eigenen Seite Vertrauen schafft, beschreibt MyRocketPage im Beitrag Bewegtbild, das verkauft: wie Videos auf Ihrer Website Vertrauen aufbauen.
- Vertrieb: im Kundengespräch, auf der Messe, als Link in der Nachfass-Mail. Der Film erklärt immer gleich gut — auch wenn gerade niemand aus dem Vertrieb im Raum ist. Soll er darüber hinaus neue Kunden erreichen, braucht er eine geplante Ausspielung. Wie das gelingt, zeigt die Agentur hinter eyeris unter Neukundengewinnung mit pxMEDIA.
- Schulung und Einarbeitung: Abläufe, Unterweisungen, die Bedienung einer Software. Neue Kolleginnen und Kollegen sehen den Film so oft, wie sie ihn brauchen. Hier passt häufig der gedrehte Erklärfilm am echten Arbeitsplatz.
Welche Erklärfilme und Animationen bereits für Unternehmen und Institutionen im Norden entstanden sind, sehen Sie auf unserer Seite Erklärfilm und Animation bei eyeris.
Fazit
Ein Erklärfilm entsteht nicht am Schnittplatz, sondern im ersten Gespräch. Wer die Kernbotschaft kennt, schreibt ein kurzes Drehbuch, wählt den passenden Stil und braucht weniger Korrekturen. Ob animiertes Erklärvideo oder gedrehter Film: Die fünf Schritte bleiben dieselben. Wenn Sie ein Thema haben, das schwer zu erklären ist, schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Wir klären gemeinsam, welche Form zu Ihrer Aufgabe passt — bevor animiert oder gedreht wird.
Mehr dazu: Erklärfilm bei eyeris · So entsteht Ihr Film · Kontakt