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Moodboard und Storyboard: Wie Sie Ihren Imagefilm sehen, bevor er gedreht wird

· 6 Min. Lesezeit · eyeris Filmproduktion

Eine Filmidee klingt im Gespräch oft klar — bis sich herausstellt, dass jeder etwas anderes vor Augen hat. Moodboard und Storyboard machen aus dieser Idee einen Plan, den Geschäftsführung und Marketing vor dem Drehtag prüfen und freigeben können. Was die beiden Werkzeuge unterscheidet, was Sie dazu beitragen und worauf Sie bei der Freigabe achten sollten.

Die kurze Antwort auf die Frage, was ein Storyboard beim Imagefilm ist: eine Abfolge aller geplanten Einstellungen, gezeichnet oder mit Beispielbildern, dazu Ton, Text und Länge. Es zeigt Ihren Film Bild für Bild, bevor eine Kamera läuft. Sie brauchen es, damit alle Beteiligten denselben Film meinen — und damit es im Schnitt keine Überraschungen gibt.

Warum ein Film vor dem Dreh sichtbar werden muss

Im Vorgespräch sagt die Geschäftsführung „modern, aber bodenständig“. Das Marketing denkt an schnelle Schnitte und Musik. Der Werkstattleiter stellt sich ruhige Bilder von der Arbeit vor. Alle drei haben recht, und alle drei meinen einen anderen Film.

Fällt das erst in der ersten Schnittfassung auf, ist es spät. Was nicht gedreht wurde, lässt sich im Schnitt nicht herbeizaubern. Ein zusätzlicher Drehtag kostet Zeit, Geld und Nerven im Betrieb. Deshalb steht bei eyeris die Planung vor dem Drehtag. Moodboard und Storyboard sind die beiden Werkzeuge, mit denen aus Worten Bilder werden. Über Bilder lässt sich viel genauer sprechen als über Adjektive.

Das Moodboard: wie Ihr Film aussieht und sich anfühlt

Das Moodboard beantwortet die Frage nach dem Wie. Es ist eine Sammlung von Bildern, die die Bildsprache des Films festlegt. Es erzählt noch keine Handlung. Es zeigt eine Stimmung.

  • Licht: helles Tageslicht in der Halle oder warmes Licht am Abend, weich oder kontrastreich.
  • Farben: natürliche Töne, kühle Klarheit oder warme Farbigkeit — und wie Ihre Hausfarben darin vorkommen.
  • Kamera: ruhige Einstellungen vom Stativ oder bewegte Bilder vom Gimbal, nahe Details oder weite Räume.
  • Menschen: wie sie gezeigt werden — bei der Arbeit, im Gespräch, im Interview.
  • Stimmung und Tempo: als Beschreibung oder Musikbeispiel, damit klar ist, ob der Film ruhig oder lebhaft wird.

Ein gutes Moodboard zeigt auch, was der Film nicht sein soll. Wenn Sie beim Durchsehen sagen „So auf keinen Fall“, ist das eine wertvolle Entscheidung. Sie fällt zum günstigsten Zeitpunkt.

Das Storyboard: was in welcher Reihenfolge passiert

Das Storyboard beantwortet die Frage nach dem Was und Wann. Es zerlegt den Film in einzelne Einstellungen und bringt sie in eine Reihenfolge. Jedes Feld zeigt ein Bild — als Skizze, als Foto vom Drehort oder als Beispielbild. Daneben stehen die Angaben, die zu dieser Einstellung gehören:

  • Einstellung: was im Bild zu sehen ist und aus welcher Perspektive.
  • Ton: Interview, Sprecher, Originalgeräusch oder Musik.
  • Text: was gesagt wird oder als Einblendung erscheint.
  • Länge: wie lange die Einstellung ungefähr steht. Zusammen ergibt das die Länge des Films.
  • Ort und Menschen: wo gedreht wird und wer vor der Kamera steht.

So wird sichtbar, ob die Geschichte trägt. Steht die wichtigste Botschaft am Anfang, oder geht sie in der Mitte unter? Kommen Ihre Kunden vor oder nur Ihre Maschinen? Passt das Ganze in die Länge, die der Film für seinen Einsatz haben darf?

Bei Interviews steht im Storyboard nicht der Wortlaut, sondern die Frage und die Aussage, die an dieser Stelle gebraucht wird. Echte Antworten bleiben echt. Gleichzeitig ist das Storyboard die Grundlage für den Drehplan: Daraus ergibt sich, welche Szene an welchem Ort zu welcher Zeit entsteht.

Moodboard oder Storyboard: der Unterschied auf einen Blick

Das Moodboard legt fest, wie Ihr Film aussieht. Das Storyboard legt fest, was er erzählt. Das eine ist Stimmung, das andere Ablauf. Sinnvoll ist diese Reihenfolge: erst das Moodboard, dann das Storyboard. Wer weiß, wie der Film wirken soll, kann die Einstellungen gezielt danach planen. Beide zusammen ergeben ein Bild, das Sie prüfen können, bevor jemand eine Kamera aufbaut. Wo die beiden im gesamten Ablauf stehen, zeigt unsere Seite So entsteht Ihr Film: der Ablauf einer Filmproduktion.

Was Sie als Auftraggeber beitragen

Moodboard und Storyboard entwerfen wir. Gut werden sie aber nur mit dem, was nur Sie wissen. Vier Dinge helfen besonders:

  • Das Ziel des Films: Was soll passieren, nachdem jemand ihn gesehen hat? Anfragen, Vertrauen vor dem ersten Gespräch, ein besseres Bild bei Partnern? Ein Film mit einer Aufgabe lässt sich ganz anders planen als einer, der „einfach gut aussehen“ soll.
  • Die Zielgruppe: Wer soll den Film sehen — Kunden, Partner, Bewerber? Und wo: auf der Website, auf der Messe, in einer Kampagne?
  • Die Orte: Welche Räume, Hallen, Fahrzeuge oder Baustellen zeigen Ihren Betrieb am besten? Fotos vom Handy genügen für den Anfang.
  • Die Menschen vor der Kamera: Wer möchte mitmachen, wer erzählt gern, wer sollte unbedingt dabei sein? Niemand muss schauspielern können — wir führen.

Beim Ziel lohnt sich Gründlichkeit. Es entscheidet nicht nur über den Inhalt, sondern auch darüber, wo der Film später läuft und wer ihn sieht. Wie ein Film als Teil einer Strategie mit Website und Kampagne geplant wird, beschreibt unsere Agentur pxMEDIA unter Filmproduktion als Teil Ihres Marketings. Wie Sie danach Ihr Team auf den Drehtag einstimmen, lesen Sie im Beitrag Dreh im eigenen Betrieb: So bereiten Sie Ihr Team auf den Drehtag vor.

Die Freigabe: eine Prüfliste für Geschäftsführung und Marketing

Die Freigabe des Storyboards ist der wichtigste Moment vor dem Dreh. Danach wird nach diesem Plan gedreht. Nehmen Sie sich Zeit dafür, und beziehen Sie alle ein, die später über den Film mitentscheiden. Diese Fragen helfen:

  • Ist das Ziel erkennbar? Weiß jemand nach dem Film, was er als Nächstes tun soll?
  • Spricht der Film Ihre Zielgruppe an — mit ihren Fragen und in ihrer Sprache?
  • Steht die wichtigste Aussage früh genug?
  • Passt die Bildsprache des Moodboards zu Ihrem Unternehmen und zu Ihrem Auftritt?
  • Sind alle Drehorte zugänglich und alle Beteiligten einverstanden?
  • Stimmen Fachbegriffe, Namen, Funktionen und Einblendungen?
  • Passt die geplante Länge zum Einsatz des Films?
  • Haben alle, die mitentscheiden, das Storyboard gesehen — nicht erst den fertigen Schnitt?

Sammeln Sie die Anmerkungen im Haus und geben Sie sie gebündelt weiter. Das spart Abstimmungsrunden. Es ist auch einer der Punkte, an denen Sie Aufwand sparen können, ohne dass der Film leidet — mehr dazu im Beitrag Wovon die Kosten eines Imagefilms abhängen.

Eine Freigabe heißt nicht, dass am Drehtag nichts Spontanes mehr entstehen darf. Ein unerwarteter Moment, ein Lachen, ein schönes Licht — so etwas nehmen wir mit. Aber der Kern steht, und niemand erlebt im Schnitt eine Überraschung.

Fazit

Ein Storyboard beim Imagefilm ist der Plan Ihres Films, Einstellung für Einstellung, mit Ton, Text und Länge. Das Moodboard legt dazu fest, wie der Film aussieht und wirkt. Zusammen machen beide aus einer vagen Idee etwas, das Geschäftsführung und Marketing prüfen und freigeben können, bevor die Kamera läuft. So sehen Sie Ihren Film, bevor er gedreht wird. Welche Filme auf diesem Weg entstanden sind, zeigt unsere Seite Imagefilm bei eyeris. Wenn Sie eine Filmidee haben, die noch vage ist, schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Wir machen daraus gemeinsam einen Plan.

Mehr dazu: Imagefilm bei eyeris · So entsteht Ihr Film · Kontakt

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