Azubi-Film: Was junge Bewerber im Recruitingfilm wirklich sehen wollen
· 5 Min. Lesezeit · eyeris Filmproduktion
Ein Azubi-Film überzeugt Schulabgänger nicht mit schönen Bildern, sondern mit Antworten: Wer wird neben mir stehen? Wie sieht ein normaler Tag aus? Was wird aus mir? Was ein Recruiting-Video für die Ausbildung zeigen sollte, welche Fassungen Sie brauchen — und warum der Film eine Kampagne braucht, um gesehen zu werden.
Wer mit sechzehn oder achtzehn einen Ausbildungsplatz sucht, entscheidet selten allein. Eltern reden mit, Freunde, manchmal Lehrer. Und fast immer steht am Anfang das Handy. Dort wird gestöbert, verglichen, weggewischt. Ein Recruitingfilm für Azubis hat deshalb wenige Sekunden, um zu zeigen: Hier könnte ich hinpassen. Das gelingt nicht mit Hochglanz, sondern mit Nähe.
Echte Azubis statt gecasteter Gesichter
Junge Bewerber erkennen sofort, ob jemand spielt. Sie wollen Menschen in ihrem Alter sehen, die wirklich bei Ihnen lernen. Gemeint sind Ihre Auszubildenden aus dem zweiten oder dritten Lehrjahr: Sie erinnern sich noch gut an den ersten Tag, an die Unsicherheit, an die Fragen, die man sich nicht zu stellen traut.
Diese Azubis sind die glaubwürdigsten Botschafter, die Sie haben. Sie müssen dafür nichts auswendig lernen. Wir führen ein Gespräch statt eines Auftritts, und wer nicht vor die Kamera möchte, muss nicht. Ein Beispiel: In der Mitarbeiterstimme der Bodden-Kliniken erzählt eine Auszubildende zur Pflegefachkraft, wie Theorie und Praxis zusammenpassen — und warum sie ein kleineres Haus wollte. Kein Werbetext könnte das so sagen.
Der Alltag, nicht der Tag der offenen Tür
Schulabgänger kennen Ihren Beruf oft nur aus dem Praktikum oder vom Hörensagen. Sie wollen wissen, was sie morgens um sieben erwartet. Zeigen Sie deshalb den echten Ablauf: die Frühbesprechung, die Fahrt zur Baustelle, die erste Aufgabe, die man allein erledigen darf, die Pause mit den anderen.
Dazu gehört auch, was anstrengend ist. Kalte Wintermorgen, Schichtdienst, Prüfungsstress — ein Film, der das ausspart, bringt Bewerbungen von Menschen, die nach der Probezeit wieder gehen. Mehr dazu, welche Darstellungen eher abschrecken, lesen Sie in unserem Beitrag Recruitingfilm: Fünf Fehler, die Bewerber abschrecken.
Die Ausbilder: wer an ihrer Seite steht
Für junge Menschen ist die wichtigste Frage oft nicht „Was mache ich?“, sondern „Wer zeigt es mir?“. Ein Azubi-Film sollte deshalb die Ausbilderin oder den Ausbilder sichtbar machen. Nicht als Chef am Schreibtisch, sondern bei der Arbeit: beim Erklären, beim Vormachen, beim Korrigieren eines Handgriffs.
Dabei entsteht etwas, das Eltern besonders genau ansehen: Vertrauen. Wer sieht, dass sich jemand Zeit nimmt, traut dem Betrieb die Ausbildung des eigenen Kindes eher zu. Auch dafür gibt es ein Beispiel auf unserer Website: Bei den Bodden-Kliniken spricht ein Praxisanleiter über die Ausbildung in der Notaufnahme.
Perspektive: was nach der Ausbildung kommt
Eine Ausbildung ist für Schulabgänger ein großer Schritt. Sie wollen wissen, ob er sich lohnt. Zeigen Sie deshalb, wohin der Weg führen kann: die Übernahme, die Weiterbildung zur Meisterin oder zum Techniker, die Verantwortung für ein eigenes Projekt. Am stärksten wirkt das, wenn es eine Person aus Ihrem Betrieb erzählt, die diesen Weg selbst gegangen ist.
- ein Azubi aus dem Abschlussjahr, der von seiner Übernahme erzählt
- eine frühere Auszubildende, die heute selbst ausbildet
- ein kurzer Blick auf die Vielfalt der Berufe im Haus — so wie der Recruitingfilm des Zoo Rostock die Berufe von der Tierpflege bis zur Technik zeigt
Welche Fassungen ein Recruiting-Video für die Ausbildung braucht
Schulabgänger schauen anders als Personalverantwortliche. Ein einziger langer Film im Querformat erreicht sie selten. Planen Sie deshalb von Anfang an mehrere Fassungen aus demselben Dreh:
- Hochformat-Clips für soziale Netzwerke: kurz, mit einer Person und einer Aussage je Clip, mit Untertiteln, weil viele ohne Ton schauen.
- Der Hauptfilm für die Karriereseite: etwas länger, im Querformat, mit Alltag, Ausbildern und Perspektive.
- Einzelne Azubi-Stimmen: kurze Porträts, die neben jedem Ausbildungsberuf stehen können.
- Eine Fassung für Messen und Schulbesuche: ohne Ton verständlich, als Schleife am Stand.
Wichtig ist der Ort, an dem alle Wege enden: Ihre Karriereseite. Dort muss der Film oben stehen, und die Bewerbung muss auch vom Handy in wenigen Minuten möglich sein. Wie eine solche Seite aufgebaut ist, beschreibt MyRocketPage im Beitrag Karriereseite statt Stellenanzeige: Wie Ihre Website Bewerber gewinnt.
Warum der Film Teil einer Kampagne sein muss
Ein Recruitingfilm, der nur auf der eigenen Website steht, wird vor allem von denen gesehen, die Sie schon kennen. Schulabgänger suchen aber selten aktiv nach Ihrem Betrieb. Sie müssen dort auf Sie treffen, wo sie ohnehin sind — in ihren Feeds, zwischen Freunden und Unterhaltung.
Deshalb gehört der Film in eine Kampagne: mit klarer Zielgruppe nach Alter und Region, mit festem Zeitraum vor dem Ausbildungsstart, mit Anzeigen, die auf die Karriereseite führen, und mit einer Auswertung, welche Clips wirken. Erst so wird aus einem guten Film ein Weg zu Bewerbungen. Wie Kampagnen zur Mitarbeitergewinnung geplant werden, zeigt die Agentur hinter eyeris unter Mitarbeitergewinnung mit pxMEDIA.
Für den Dreh bedeutet das: Die Kampagne wird vor dem Drehtag gedacht, nicht danach. Wer weiß, welche Clips später als Anzeige laufen, plant die passenden Einstellungen gleich mit. Bei eyeris steht deshalb die Marketing-Analyse vor dem Drehtag — wie das abläuft, lesen Sie unter So entsteht Ihr Film.
Fazit
Ein Azubi-Film überzeugt, wenn er die Fragen junger Bewerber ehrlich beantwortet: Wer lernt hier, wie sieht der Alltag aus, wer bringt mir etwas bei, und was wird aus mir? Zeigen Sie Ihre echten Auszubildenden und ihre Ausbilder, schneiden Sie Fassungen für Handy und Karriereseite, und sorgen Sie mit einer Kampagne dafür, dass der Film gesehen wird. Beispiele finden Sie bei unseren Recruitingfilmen für Ausbildung und Fachkräfte. Wenn Sie Ihren Ausbildungsstart planen, schreiben Sie uns über das Kontaktformular — wir klären gemeinsam, welcher Film zu Ihren Ausbildungsberufen passt.
Mehr dazu: Recruitingfilm bei eyeris · So entsteht Ihr Film · Kontakt