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Recruitingfilm für die Pflege: Wie Klinik, Pflegeheim und Pflegedienst mit Film Pflegekräfte gewinnen – Recruitingvideo Pflege richtig planen

· 6 Min. Lesezeit · eyeris Filmproduktion

Pflegekräfte wählen ihren Arbeitgeber nicht nach dem schönsten Foyer. Sie fragen: Wie ist das Team? Wie läuft die Übergabe? Hält der Dienstplan, was er verspricht? Wie geht man hier miteinander um — und mit den Menschen, die gepflegt werden? Ein Recruitingfilm für die Pflege muss genau das zeigen. Wie Klinik, Pflegeheim und ambulanter Dienst ein Recruitingvideo planen, das den echten Stationsalltag zeigt, die Versorgung nicht stört und die Würde von Bewohnern und Patienten wahrt.

Warum Hochglanz in der Pflege nicht überzeugt

Wer in der Pflege arbeitet, kennt den Beruf. Niemand muss einer Pflegefachkraft erklären, was eine Frühschicht ist. Deshalb fällt ihr sofort auf, wenn ein Film den Alltag schönt: leere Flure, gestellte Lächeln, Kolleginnen, die nur posieren. Das wirkt nicht einladend, sondern verdächtig.

Wer über einen Wechsel nachdenkt, sucht meist keinen anderen Beruf, sondern ein anderes Haus. Eines, in dem das Team trägt, der Dienstplan verlässlich ist und Leitung und Kollegen respektvoll miteinander umgehen. Das kann man nicht behaupten. Man kann es nur zeigen — mit den Menschen, die dort arbeiten.

Was Pflegekräfte im Recruitingvideo sehen wollen

Ein gutes Recruitingvideo für die Pflege beantwortet die Fragen, die im Vorstellungsgespräch sonst erst nach einer Stunde kommen. Diese Inhalte gehören hinein:

  • Das Team: echte Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Schichten und Generationen — beim Helfen, im Gespräch, in der Pause.
  • Die Schichtübergabe: Kaum ein Moment sagt mehr über ein Haus. Wird zugehört? Ist Zeit für Rückfragen? Wird auch mal gelacht?
  • Die Einarbeitung: Wer begleitet neue Kolleginnen in den ersten Wochen? Zeigen Sie die Praxisanleitung und die Person, an die man sich wenden kann.
  • Den Dienstplan: Wie er entsteht und wie Wünsche berücksichtigt werden — aber nur das, was in Ihrem Haus wirklich gilt.
  • Wertschätzung: wie Leitung und Team miteinander sprechen. Ein Dank, eine Rückfrage, ein Mitspracherecht sagen mehr als jeder Slogan.

Ein Beispiel ist der Recruitingfilm für den ambulanten Pflegedienst Schneider aus Rostock. Er zeigt Mitarbeitende bei der Übergabe, im Gespräch und bei der Arbeit am Menschen — keine Darsteller. Und er beschönigt nichts: Es gibt stressige und ruhige Tage. Was bleibt, ist das Team.

Standbild aus „Recruitingkampagne Pflege Schneider“ für Pflege Schneider
Recruitingkampagne Pflege SchneiderPflege ist kein Job von der Stange: Der Recruitingfilm zeigt ein Team, das zusammenhält — an stressigen wie an ruhigen Tagen.

Drehen im Schichtbetrieb, ohne die Versorgung zu stören

Eine Station lässt sich nicht für einen Drehtag schließen. Muss sie auch nicht. Entscheidend ist eine gute Vorbereitung mit Pflegedienstleitung und Stationsleitung:

  • Der Stationsrhythmus bestimmt den Drehplan: Gedreht wird in den ruhigeren Phasen, die das Team selbst benennt — nicht in der Reihenfolge des Storyboards.
  • Kleines Team, leise Technik: eine kompakte Kamera, Tageslicht statt großer Scheinwerfer, wenige Menschen am Set.
  • Die Versorgung geht immer vor: Klingelt ein Bewohner oder wird eine Pflegekraft gebraucht, wartet die Kamera.
  • Die Regeln des Hauses gelten auch fürs Filmteam: Hygiene, Bereiche ohne Kamera, Wege über die Station — alles vorher festgelegt.
  • Eine Begleitperson aus dem Haus: Sie kennt Bewohner und Abläufe und sagt, wann es passt und wann nicht.

Wie Sie Ihr Team auf einen solchen Tag einstimmen, lesen Sie im Beitrag Dreh im eigenen Betrieb: so bereiten Sie Ihr Team vor.

Die Würde von Bewohnern und Patienten wahren

Ein Film in der Pflege zeigt Menschen in verletzlichen Momenten. Deshalb gilt ein einfacher Grundsatz: Wer nicht ausdrücklich zugestimmt hat, ist im Bild nicht zu erkennen. Daraus ergeben sich einige Arbeitsweisen:

  • Einwilligungen früh klären: mit Bewohnern und Patienten und, wo nötig, mit Angehörigen oder Betreuern. Beziehen Sie Heim- oder Klinikleitung und Ihre Datenschutzbeauftragten von Anfang an ein. Was genau in Ihrem Haus gilt, klären Sie mit diesen Stellen — dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
  • Gesichter vermeiden: Die Kamera bleibt bei der Pflegekraft. Das Gegenüber ist von hinten, angeschnitten oder in der Unschärfe zu sehen.
  • Hände statt Personen: eine Hand auf der Schulter, Hilfe beim Aufstehen, ein eingeschenktes Glas Wasser. Solche Bilder erzählen Zuwendung, ohne jemanden bloßzustellen.
  • Nichts Persönliches im Bild: keine Pflege im Intimbereich, keine Akten, keine Monitore mit Daten, keine Namensschilder an Zimmertüren.

Bewohner, die gern mitmachen und zustimmen können, dürfen das selbstverständlich. Dann mit Zeit, Respekt und der Möglichkeit, jederzeit Nein zu sagen.

Natürlich vor der Kamera — auch wer eigentlich nicht will

Viele Pflegekräfte sagen zuerst: „Ich nicht.“ Das ist normal. Niemand muss schauspielern können, und niemand wird eingeteilt. Wer nicht sprechen möchte, kann bei der Arbeit zu sehen sein — oder gar nicht. Wer mitmacht, bekommt Hilfe:

  • Gespräch statt Text: Keine auswendig gelernten Sätze. Wir fragen, Ihre Kolleginnen erzählen. Die Fragen kennen sie vorher.
  • Bei der Arbeit statt vor einer Wand: Wer etwas tut, vergisst die Kamera nach wenigen Minuten.
  • Zu zweit statt allein: Kollegen, die sich gut kennen, reden freier miteinander als mit einem Filmteam.
  • Sehen vor der Veröffentlichung: Zeigen Sie den Beteiligten ihre Szenen, bevor der Film online geht. Das schafft Vertrauen im Team.

Wie das klingt, wenn jemand einfach erzählt, zeigen die Mitarbeiterstimmen der Bodden-Kliniken: Ein Praxisanleiter aus der Notaufnahme beschreibt, dass Auszubildende dort schnell selbstständig werden, aber nie allein laufen.

Welche Fassungen Karriereseite und Social Media brauchen

Aus einem Drehtag entstehen mehrere Filme. Planen Sie sie vorher, damit die passenden Einstellungen gleich mitgedreht werden:

  • Der Hauptfilm für die Karriereseite: im Querformat, mit Team, Alltag und Haltung. Er darf länger sein. Wer sich ernsthaft für eine Stelle interessiert, will mehr sehen als einen Werbeclip — so wie im Arbeitgeberporträt der Bodden-Kliniken.
  • Mitarbeiterstimmen im Hochformat: eine Person, ein Gedanke, mit Untertiteln. Sie passen neben die einzelnen Stellen auf der Karriereseite.
  • Kurze Clips für soziale Netzwerke: ohne Ton verständlich, mit einem starken ersten Bild. Am besten je Zielgruppe ein eigener Clip — Pflegefachkraft, Wiedereinsteigerin, Pflegehilfskraft.
  • Eine Fassung für die Ausbildung: Schulabgänger stellen andere Fragen. Was sie sehen wollen, steht im Beitrag Azubi-Film: Was junge Bewerber im Recruitingfilm wirklich sehen wollen.

Der Film allein bringt allerdings noch keine Bewerbung. Er muss dort laufen, wo Pflegekräfte sind, und auf eine Karriereseite führen, auf der die Bewerbung vom Handy aus in wenigen Minuten gelingt. Ausführlich dazu unser Beitrag Mitarbeitergewinnung mit Film. Wie solche Kampagnen geplant und ausgespielt werden, zeigt die Agentur hinter eyeris unter Mitarbeitergewinnung mit pxMEDIA. Und warum Personalgewinnung für viele Betriebe zur Chefsache wird, ordnet Michael Selck in seinem Beitrag über fehlende Fachkräfte und die Folgen für die Personalgewinnung ein.

Fazit

Pflegekräfte entscheiden nach Team, Dienstplan, Haltung im Haus und Umgang miteinander — nicht nach Hochglanz. Ein Recruitingfilm für die Pflege zeigt deshalb den echten Stationsalltag und die Kolleginnen und Kollegen, die ihn tragen. Gedreht wird im Rhythmus der Station, mit klaren Einwilligungen und mit Bildern, die Bewohner und Patienten schützen. Beispiele aus Kliniken und Pflegediensten finden Sie unter Film für Gesundheit und Pflege und bei unseren Recruitingfilmen. Wenn Sie für Ihr Haus Pflegekräfte gewinnen wollen, schreiben Sie uns über das Kontaktformular — wir sprechen zuerst über Ihr Team und Ihre Station, dann über den Drehtag.

Mehr dazu: Recruitingfilm bei eyeris · So entsteht Ihr Film · Kontakt

Der nächste Schritt

Sprechen wir über Ihr Team.

Erzählen Sie uns in zwei Sätzen, für welches Haus und welche Stellen Sie Pflegekräfte suchen. Wir melden uns werktags innerhalb von 24 Stunden — mit Fragen, nicht mit einem Standardangebot.

Lieber Schritt für Schritt?

Ida führt Sie in wenigen Fragen durch die Anfrage — ohne Ton, wenn Sie nichts anderes wählen. Ihre gemerkten Filme nimmt sie mit.